🇺🇦 UNTER FREMDEN ZU HAUSE – UNTER DEN EIGENEN FREMD?
Ein offenes Gespräch unter Ukrainerinnen und Ukrainern in Deutschland
Erinnert ihr euch an das Jahr 2022?
Wir kamen mit einem einzigen Koffer nach Deutschland. Ohne Sprachkenntnisse, ohne Wohnung und ohne zu wissen, was der nächste Tag bringen würde.
Innerhalb weniger Tage gründeten wir Telegram-Gruppen, teilten Möbel, Kleidung, Ratschläge und Telefonnummern. Gemeinsam standen wir bei der Tafel Schlange, gingen zur Ausländerbehörde und übersetzten einander Briefe – manchmal sogar mitten in der Nacht.
Es fühlte sich an, als wären wir eine einzige große Familie geworden.
Einige Jahre sind vergangen. Viele von uns haben inzwischen wieder Fuß gefasst: Sie haben Arbeit gefunden, sich ein Zuhause aufgebaut oder ein eigenes Unternehmen gegründet.
Aber haben wir dabei vielleicht etwas Wichtiges verloren?
Manche Gruppen sind still geworden. Immer häufiger hört man den Satz: „Mit den eigenen Landsleuten hat man besser nichts zu tun.“
Was ist mit uns passiert?
Warum hat uns die gemeinsame Not zusammengeschweißt, während uns der Alltag manchmal voneinander entfernt?
Doch es gibt auch eine andere Seite.
Unter uns gibt es Menschen, denen das Schicksal anderer nicht gleichgültig ist.
Manche helfen bis heute kostenlos bei Behördengängen und Dokumenten. Andere organisieren Feste für Kinder, Kurse, Ausflüge und Begegnungen. Einige haben Unternehmen gegründet und schaffen Arbeitsplätze. Wieder andere haben einen Verein ins Leben gerufen und engagieren sich nach Feierabend, an Wochenenden und manchmal sogar auf eigene Kosten.
Sie zeigen jeden Tag, dass wir zusammenhalten können.
Nicht nur, weil uns die Not verbindet, sondern weil wir es selbst wollen.
Wir laden euch zu einem Forum ein, um die Geschichten dieser Menschen zu hören, offen miteinander zu sprechen, neue Kontakte zu knüpfen und gemeinsam eine Antwort auf die Frage zu finden:
Wie können wir wieder zu einer echten Gemeinschaft werden?
Ohne große Worte. Ohne Schuldzuweisungen. Unter Menschen, die einander verstehen.
Die Not hat uns zusammengebracht. Kann uns auch etwas anderes verbinden?
Kommt vorbei – und finden wir es gemeinsam heraus. ❤️